KÄTHE KRUSE – Puppe 89

Puppe VIII – Mieze o. Gisela

Bemalter Stoffkopf mit Echthaarperücke, gestopfter Körper aus grobem Stoff in ungewöhnlicher Köperbindung, bunt kariertes Kleid mit weißer Bluse mit Stickerei, weiße Schürze mit Wellenborte, weiße Socke, schwarze Schuhe

  • Dimensionen: ca. 52cm
  • Herstellungsjahr: um 1950er
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Zustand der Puppe

Bemalter Kopf wohl original, seitlich am linken Hals Ausbrüche und Craquelé, eine Reparatur ist möglich und anzuraten, um weitere Farbverluste zu vermeiden, da der Stoff des Kopfes kein reines Naturmaterial ist, ist die Haftung der Farbe nicht so gut.

Ausführliche Beschreibung

Puppe VIII „Mieze“ / „Gisela“ (um 1950er-Jahre) besitzt einen bemalten Stoffkopf, dessen Gesicht ruhig und freundlich ausgearbeitet ist. Die Bemalung ist klar und ausgewogen gehalten und verleiht der Puppe einen offenen, kindlichen Ausdruck. Sie trägt eine Echthaarperücke, sorgfältig eingesetzt und natürlich frisiert, die dem Kopf Lebendigkeit und Wertigkeit verleiht und für diese Zeit typisch ist.

Der Körper ist weich gestopft und aus einem groben Stoff in ungewöhnlicher Köperbindung gefertigt. Diese auffällige Webstruktur unterscheidet sich deutlich von den feineren Nesseln früherer Werkstattarbeiten und ist ein charakteristisches Merkmal bestimmter Ausführungen der frühen Nachkriegsjahre. Die Proportionen entsprechen dem Typ Puppe VIII, ausgewogen und kindgerecht.

Die Kleidung ist farbenfroh und dekorativ gestaltet. Die Puppe trägt ein bunt kariertes Kleid, das durch seine lebhafte Musterung einen frischen, alltagsnahen Eindruck vermittelt. Darunter befindet sich eine weiße Bluse, die mit feiner Stickerei verziert ist und dem Ensemble eine handwerkliche, liebevolle Note verleiht.

Über dem Kleid liegt eine weiße Schürze, die mit einer Wellenborte eingefasst ist. Diese Borte setzt einen dekorativen Akzent und gliedert das Outfit optisch, ohne die Wirkung des karierten Stoffes zu überdecken. Die Kombination aus farbigem Kleid und heller Schürze ist typisch für die mädchenhaften Modelle der 1950er-Jahre.

Ergänzt wird die Ausstattung durch weiße Socken und schwarze Schuhe, die farblich ruhig gehalten sind und dem lebhaften Kleid einen klaren Abschluss geben.

Insgesamt zeigt sich diese Puppe VIII, bekannt unter den Bezeichnungen „Mieze“ oder „Gisela“, als ein sehr typisches Beispiel der Käthe-Kruse-Produktion der 1950er-Jahre: ein Stoffkopf mit Echthaar, ein ungewöhnlich gewebter Körperstoff und eine farbenfrohe, sorgfältig ausgearbeitete Kleidung, die den Übergang von der klassischen Werkstattpuppe zur sachlicheren Nachkriegsästhetik überzeugend widerspiegelt.

GPSR

Käthe Kruse Manufaktur GmbH Alte Augsburger Str. 9 86609 Donauwörth – Deutschland kaethe@kaethe-kruse.de